Über mich — Schwester Stephanie

Diese Nacht hat mein Leben für immer verändert
Und wahrscheinlich unterrichte ich deshalb heute genau so.
Mehr über Schwester StephanieEin Berliner Club und eine Freundin, die umkippt.
Ich war 22 und mit Freunden in einem Berliner Club unterwegs. Dann, mitten in der Nacht, kippt meine Freundin plötzlich neben mir um. Einfach so. Kein Stolpern oder Warnzeichen - sie ist weg, bevor ich überhaupt begreife, was da eigentlich gerade passiert.
Für einen Moment steht die Zeit komplett still. Die Musik dröhnt zwar weiter, aber um uns herum erstarren die Menschen. Und alles, was ich sehe, sind verwirrte Gesichter, die sich gegenseitig hilflos anschauen, als würde irgendjemand anders bestimmt gleich wissen, was zu tun ist. Aber niemand bewegt sich, keiner wagt den ersten Schritt. Dieses Gefühl der Lähmung, dieser eine, endlos lange Atemzug der Untätigkeit — der sitzt mir bis heute in den Knochen.
Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich tat. Ich wusste nur: irgendjemand muss etwas tun, bevor es vielleicht zu spät ist. Also habe ich einfach angefangen. Mit ein paar anderen, die genauso wenig Ahnung hatten wie ich, haben wir ihr in dieser Nacht das Leben gerettet.
Am nächsten Morgen, die Bilder noch ganz frisch im Kopf, bin ich direkt zum Jobcenter gefahren. Denn diese Nacht hatte nicht nur ihr Leben verändert, sie hatte auch meins für immer geprägt. Ich hatte zum ersten Mal gespürt, wie es sich anfühlt, wirklich zu helfen, wenn es darauf ankommt. Und das wollte ich nie wieder dem Zufall überlassen.
Deshalb bin ich in die Pflege gegangen,
habe in der Anästhesie gearbeitet und viele Jahre Menschen in echten, kritischen Notfällen begleitet. In Momenten, in denen plötzlich alles rasend schnell gehen musste und keine Sekunde Zeit zum Nachdenken blieb. Und genau dort, mitten in diesen Situationen, habe ich irgendwann verstanden, was mir vorher nie so klar war:
Jetzt buchen„Die meisten haben nicht Angst doavor zu helfen. Sie haben Angst davor, etwas falsch zu machen"
Menschen reagieren im Ernstfall sehr unterschiedlich.
Manche geraten sofort in blanke Panik. Andere werden ganz still, fast wie eingefroren. Und manchmal ist es ausgerechnet die Person, von der man es am wenigsten erwartet hätte, die als Erste anfängt.
Das hat mich gelehrt, dass Erste Hilfe viel weniger mit perfektem Wissen zu tun hat, als die meisten denken. Und viel mehr damit, in einem Moment kurzer, lähmender Verwirrung überhaupt handlungsfähig zu bleiben.
Viele Menschen wissen theoretisch mehr, als sie glauben. Sie trauen sich nur oft nicht, den entscheidenden ersten Schritt zu machen.
Die Pandemie war zermürbend. Sie hat mir irgendwann schonungslos gezeigt, wie sehr mich der anstrengende Pflegealltag im System ausgelaugt hatte. Die direkte Arbeit mit Menschen dagegen — nie. Also habe ich eine klare Konsequenz daraus gezogen.
Ich wollte eigene Kurse geben. Aber keine, aus denen Menschen nur mit einem abgestempelten Stück Papier wieder rausgehen. Ich wollte, dass sie danach wirklich das sichere Gefühl haben: Okay. Ich könnte etwas tun, wenn es darauf ankommt.
Von einem Berliner Club bis heute.
- 2014
Berlin. Ein Club. Eine Entscheidung.
Meine Freundin bricht zusammen und Beginn der Ausbildung zur Gesundheits- & Krankenpflegerin.
- 2015
Anästhesie in Hamburg.
Narkosen, Notfälle, Menschen in den verletzlichsten Momenten ihres Lebens. Ich hab gelernt ruhig zu bleiben, auch wenn alles um einen herum gerade hektisch ist.
- 2017–2020
GuK Ausbildung Berlin. Hauskrankenpflege nebenbei.
Tagsüber Theorie, abends bei Patienten zuhause. Ich hab in dieser Zeit mehr Erfahrung gesammelt, als mir jedes Lehrbuch hätte beibringen können.
- 2021–2022
Pflegedienstleitung
Plötzlich hatte ich Verantwortung für ein ganzes Team. Ich hab hier sehr schnell gemerkt, wie viel davon steht und fällt mit dem, was Menschen im Ernstfall wissen — oder eben nicht.
- 2024
Erste eigene Kurse
Bei der Agentur Notruf beworben und habe ein Ja bekommen. Nach dem ersten Kurs war für mich klar: Genau das ist es.
- 2026
Schwester Stephanie. Endlich.
Nach Jahren auf Station, in der Anästhesie und bei Menschen zuhause, gebe ich jetzt meine eigenen Kurse. Damit Menschen im Ernstfall Ruhe bewahren und genau wissen, was zu tun ist
Die meisten kommen nur wegen eines Nachweises. Gehen dann aber mit viel mehr raus.
Beim Reinkommen sieht man es den meisten an. Die Körpersprache sagt: ich will das hier so schnell wie möglich hinter mich bringen. Manche hatten ihren letzten Kurs vor zehn oder fünfzehn Jahren. Andere haben noch nie einen gemacht und wissen nicht, was sie erwartet.
Das kenne ich. Und genau deshalb laufen meine Kurse so, wie sie laufen.
Und natürlich übt am Ende jeder selbst mal an der Puppe.
Das Zertifikat gibt's nur, wenn man die Übungen wirklich gemacht und nicht nur zugeschaut hat. Aber bis es dahin kommt, ist die Hemmschwelle längst weg. Wir reden erst über echte Situationen, Dinge, die tatsächlich passieren, Fälle aus dem Alltag, die hängen bleiben, weil man sich selbst dabei vorstellen kann.
Und irgendwann, meistens so nach der ersten Stunde, passiert etwas Interessantes. Die Leute werden wacher, neugieriger, fangen an zu lachen, manchmal über sich selbst, weil die Herzdruckmassage anstrengender ist, als man denkt. Und wenn am Ende alle lachend aus der Puppen-Übung kommen, statt verkrampft, dann weiß ich, dass es funktioniert hat.
Sie merken, dass das hier gerade mehr ist als ein lästiger Pflichttermin. Weil diese Situationen eben nicht immer nur anderen passieren.
Manchmal ist es der Kollege, der plötzlich blass wird. Manchmal der Vater beim Spaziergang. Manchmal ein Fremder im Bus. Und fast immer denkt man zuerst — das passiert doch jetzt nicht wirklich.
Aus dem Pflegealltag — nicht aus dem Lehrbuch.
Gesundheits- & Krankenpflegerin
Ausgebildet und praktisch erfahren
Anästhesie-Erfahrung
Intensivmedizinischer Hintergrund
Pflegedienstleitung
Führungserfahrung im Gesundheitswesen
Erste-Hilfe-Trainerin
Zertifiziert nach aktuellen Leitlinien
BAGEH-Zulassung
Offiziell anerkannt für den Führerschein
Aus echten Notfällen
Fälle, die hängen bleiben, statt Theorie
Der Unterschied zwischen Zuschauen und Helfen ist einen Kurs entfernt.
Such dir einen Termin, der zu dir passt. Den Rest übernehme ich.